Dr. Nina Ofer - Hand- und Plastische Chirurgie Kurpfalz

Schnellender Finger-Behandlung in Mannheim

Auch bekannt als: Schnappfinger, TVS, Tendovaginitis stenosans

Man spricht von einem Schnellenden Finger, wenn er beim Beugen festhakt und beim Strecken nach einem Widerstand plötzlich eine schnellende Bewegung macht. Aufgrund dieser Schnappbewegung nennt man das Krankheitsbild umgangssprachlich auch „Schnappfinger“. Diese ruckartige Bewegung kann mit Schmerzen verbunden sein. In extremen Fällen ist die Streckung oder Beugung des betroffenen Fingers gar nicht mehr oder nur unter großer Kraftaufwendung möglich.

Ursache

Verursacht wird der Schnellende Finger durch die Verdickung der Beugesehnen bzw. der Sehnenscheide. Diese müssen beim Beugen und Strecken eines Fingers sogenannte Ringbänder passieren, die die Sehnen und Sehnenscheide am Fingerknochen stabilisieren. Man kann sich das vereinfacht wie ein Band vorstellen, das durch Ringe geschoben wird. Tritt nun eine Verdickung an den Sehnen und der Sehnenscheide auf, können diese nicht mehr ungehindert durch die Ringbänder gleiten. Es kommt also zu Engpässen, die nur ruckartig überwunden werden können. Dadurch tritt dann das symptomatische Schnappen auf.

Ursache für die Verdickung und damit der eigentliche Auslöser des Schnellenden Fingers ist in den meisten Fällen eine Entzündung, die durch Überlastung, Überanstrengung oder eine Verletzung entstehen kann. Deshalb sind auch oft Personen betroffen, die ihre Hände stark beanspruchen - zum Beispiel Sportler, Handwerker, Mechaniker oder Programmierer. Aber auch chronische entzündliche Erkrankungen wie Rheuma oder Diabetes mellitus können Verursacher einer solchen Entzündung sein.

Mögliche Vorzeichen für einen Schnellenden Finger sind unter anderem Schmerzen in der Handfläche, ein Ziehen im Finger oder ein bereits gelegentlich auftretendes Schnappen des Fingers. Allerdings müssen diese Vorzeichen nicht bei jedem auftreten.

Behandlung des Schnellenden Fingers

Im Anfangsstadium kann versucht werden, die auslösende Entzündung durch das Spritzen von Kortison zu behandeln. Reicht das nicht aus, um die Verdickung deutlich abschwellen zu lassen oder sind Sehnen und Sehnenscheide zu stark verdickt, ist eine operative Behandlung ratsam – eine sogenannte Ringbandspaltung. Dabei durchtrennen wir, vereinfacht dargestellt, das Ringband, an dem die Blockade entsteht. Dadurch haben die Sehnen und Sehnenscheide wieder ausreichend Platz und die Bewegungsfreiheit ist wieder hergestellt. Die restlichen Ringbänder übernehmen dann automatisch die stabilisierende Aufgabe des durchtrennten, sodass den Patienten keine Einbußen in diesem Bereich erwarten. Der Eingriff erfolgt ambulant und dauert in der Regel nur circa 15 Minuten. Die Bewegungsfähigkeit und Belastbarkeit sind dann meistens nach wenigen Wochen wieder vollständig gegeben.

Die genauen Behandlungsabläufe können sich von Fall zu Fall unterscheiden. Gerne besprechen wir mit Ihnen Ihre Behandlungsmöglichkeiten bei einem persönlichen Termin im Detail.

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